BARBARA TOCH

GERA // Malerei, Grafik


ALEXANDER NEUGEBAUER

GERA // Vorstandsvorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendkunstschulen Thüringen e.V.



Diese Gedanken kamen mir beim Betrachten der Arbeiten im Atelier von Barbara Toch:


Was bleibt, morgen? In ihrem dreiteiligen Werk „Stadt“ erforscht sie die Themen Untergang und Neuanfang. Zwischen den Linien, die wie gestapelte Äste wirken, entstehen feine Risse zwischen den Fugen. Die gezeichneten Linien, mit Öl- und Acrylfarben aufgetragen, stellen fiktive Gebäude dar. Diese Risse ebnen der neuen Form den Weg und schaffen Raum für neue Erzählungen. Barbara Toch erzählt zeichnerisch, von der Schönheit der Zerstörung und der Kraft des Neubeginns.


Alexander Neugebauer





aus der Serie: STADT

2017/2018, STADT II, Öl, Acryl auf Papier


Obwohl schon älter, ist das Thema der Arbeit hochaktuell. Fast täglich zeigen Medien Bilder der Zerstörung von Städten in Kriegsgebieten oder als Folgen von Umweltkatastrophen. Seit meiner Kindheit und Jugend in Dresden beschäftigen mich immer wieder die Bilder der zerstörten Stadt. Die Ruine der Frauenkirche und die Leerstellen nach der Beseitigung der Trümmer haben sich im Gedächtnis eingeprägt.


Die künstlerische Umsetzung des Themas folgte einem Impuls bei der Betrachtung eines restaurierten mittelalterlichen Gemäldes, bei dem die stark beschädigten Areale der Malschicht als helle unregelmäßige Flecken sichtbar blieben. Auch der kostbare Goldgrund floss in meine Arbeit ein. So ist die dargestellte „Stadt“ als Metapher zu verstehen.


Barbara Toch



Die ursprünglich ausgeloste Blind-Date-Begegnung mit Ingrid Osburg kam leider nicht zustande.