ELVIRA FRANZ
QUEDLINBURG // Malerei
MICHAEL MÜLLER-CZERNIAK
MIHLA // Regional Sales Manager mid Germany für mark‘ennovy

Dieses Blind-Date konnte sich bis zur Ausstellung nicht persönlich treffen, es gab einen Austausch über die Werke der Künstlerin per E-Mail.
Elvira Franz zu ihrem Bild in der Ausstellung:
Meine „Farbgestaltungen“, zu denen das ausgewählte Bild zählt, entstehen fast ausschließlich intuitiv. Die Ausführung des jeweiligen Entwurfs erfordert einiges an Übung und Konzentration und eine eher kontemplative Arbeitsweise. Zu diesem Bild wäre zu sagen, dass wie in fast allen meinen Bildern das Licht eine große Rolle spielt, Licht als Hoffnungsträger, als Erscheinungsform physikalischer Prozesse. In diesem Bild allerdings ist „Licht“ das eigentliche Thema. Wie Wissenschaftler herausgefunden haben, entsteht während des Sterbeprozesses im menschlichen Gehirn ein ganz besonderes Licht. Das hat ein Freund beim Anblick meines Bildes bestätigt, er habe genau dieses Licht-Erlebnis gehabt, als er infolge einer schweren Krankheit ein Nahtod-Erlebnis hatte. Für die Komposition habe ich eine streng symmetrische Struktur gewählt, Symmetrie als ein im Menschen verankertes und zutiefst verinnerlichtes System. So entwickelt sich das Licht aus dem Inneren, der Mitte heraus.
Antwort von Michael Müller-Czerniak:
Für mich hat es gar nicht den sehr schweren Gedanken aus Ihrer Beschreibung des Lichts im Übergang zum Tod. Sondern erinnert mich eher an ein Kaleidoskop und die damit verbundenen Erinnerungen an Sonnenschein, Garten und unbeschwerte Kindheit.
Die Linien, welche sich durch die Farbfelder ergeben, erinnern mich sehr an Ihre anderen Werke der Romanik und damit verbundene große Bögen eines Kirchenschiffs.
Die Farben selbst empfinde ich als natürlich… Grüntöne vom frischen, frühlingshaften Waldlaub bis zum dauerhaften Tannengrün. Orange wie warmer Sonnenschein bis zu erdigen Tönen in den Ecken als scheinbarer Untergrund.
All das gut geordnet, ohne zu penibel-starr zu sein, was mir ein gutes Gefühl der Sicherheit vermittelt.
Da unsere erste persönliche Begegnung am 03.03.2026 zur Ausstellungseröffnung stattfinden soll, senden wir hier anhängend zwei Fotos, die für etwas Gemeinsames stehen:


