PETRA ARNDT
NOTTERTAL-HEILINGER HÖHEN // Plastik, Keramik, Skulptur
CLAUDIA DITHMAR
ERFURT // Justiziarin
Statement – Blind Date Kunst & Gesellschaft
Im Rahmen des Projektes des Verbandes Bildender Künstler Thüringen e.V. „Blind Date- Kunst trifft Gesellschaft“ durfte ich der mir „zugelosten“ Künstlerin Petra Arndt in ihrer Galerie in Volkenroda begegnen. Ich wurde von ihr offen und herzlich empfangen – eine Begegnung, die von Beginn an von Vertrauen, Ruhe und Aufmerksamkeit geprägt war.
Ihre Arbeiten – Plastiken, Keramiken und Gemälde – kreisen vielfältig um den Menschen, häufig nach innen gekehrt, still und zugleich eindringlich. Petra Arndt gestaltet, was aus ihrem Innersten hervorkommt. Manche Figuren tragen Früchte, Samen oder den Fisch als christliches Symbol auf dem Kopf. Ein Einfluss durch das nahegelegene Kloster Volkenroda ist in vielen ihrer Werke spürbar. Die Motive wirken wie Sinnbilder für Ursprung, Glauben, Verletzlichkeit und inneres Wachstum. Viele der Figuren, oft Frauengesichter, blicken mit großen, einnehmenden Augen in die Welt – oder vielleicht in sich selbst.
Besonders berührt haben mich die keramischen Arbeiten: verbundene Paare und weibliche Figuren, die Nähe, Schutz und Beziehung spürbar machen. Eine dieser Arbeiten wird in der Ausstellung zu „Blind Date“ gezeigt. Sie trägt den Titel „Annäherung an Verlorengegangenes“.
Von großer Eindringlichkeit ist die Lyrik der Künstlerin, die sie mit ihrer bildnerischen Arbeit verbindet. Wort und Form treten in einen Dialog, der sich nicht erklärt, sondern fühlen lässt.
Diese Begegnung war für mich einzigartig, tief berührend und wunderbar. Sie hat Spuren hinterlassen und deutlich gemacht, dass die Begegnung von Kunst und Gesellschaft eine wichtige Funktion erfüllt. Kunst bringt das Innenleben des Menschen nach außen in die Gesellschaft hinein. Sie spiegelt das Seelenleben einer Gesellschaft wider und kann diese im Positiven beeinflussen und verändern. Und was ich ganz persönlich erfahren durfte: Kunst bringt Menschen zusammen.
Claudia Dithmar
