NINA KLATT
GOTHA // Schmuck
KATJA FISCHER
APOLDA // Geschäftsführende Vorständin der Stiftung Baukultur Thüringen

Blind Date
Treffen am 29.1.2026, im Atelier Nina Klatt, Gotha
Korallenrot und Raumgefühl
Eine Begegnung
An einem sehr winterlichen Januarabend besuchte mich Katja Fischer, Architektin und Geschäftsführerin der Stiftung Baukultur in Apolda, in meinem Werkstattatelier. „Ganz unvorbereitet sei sie…“, dafür aber völlig offen und bereit, sich ganz auf unsere Begegnung einzulassen. Mit klugen Fragen zu meiner Arbeitsweise, Gestaltung und schließlich den Schmuckstücken näherten wir uns dem Thema SCHMUCK immer mehr an. Und wir stellten Verbindungen von Architektur und Materialität, Natur und Räumen, sozialen und ökologischen Aspekten in der Kunst und in unserem Leben her. Auch wenn Katja Fischer keinen Schmuck trägt („nicht mal eine Armbanduhr“), spürte ich doch einen großen Zugang zu meinen Schmuckstücken, zu den vielfältigen Materialien, Ideen und der Gestaltung. Die Begeisterung für Feinheit in der Gestaltung und deren Umsetzung sowohl in der Architektur als auch im Schmuck scheint uns beide zu vereinen. Es ist aber vor allem die echte Begegnung, die Neugier und Offenheit dem Anderen gegenüber erfordert und diese wertvoll macht. Ein Eintauchen in den KOSMOS des Anderen ist eine wunderbare Bereicherung des eigenen Lebens.
Nina Klatt
Im Rahmen von „Blind Date“ begegne ich der Schmuckgestalterin Nina Klatt. Ich trage keinen Schmuck – scheinbar trennt uns alles, und doch entsteht durch Offenheit, Neugier und echtes Zuhören eine wertvolle Begegnung in ihrem Atelier in Gotha. Wir tauschen Sichtweisen aus, lernen Leidenschaften kennen und finden uns auf der Ebene des ehrlichen Gestaltens wieder: wenige Prinzipien, bewusstes Material, handwerkliche Präzision. So wie sie ihren filigranen, naturbezogenen Schmuck denkt und fertigt, denke ich als Architektin über das Bauen von heute nach. Unser Treffen findet in ihrem Atelier statt – Kreativraum, Werkstatt, Kraftort, hier fühle ich mich sofort wohl. Aus dieser Begegnung nehme ich den Wunsch mit, dass wir uns als Gesellschaft im Alltag öfter wirklich begegnen – mit offenen Blicken, aufmerksamen Ohren und ehrlicher Wertschätzung. Genau darum geht es heute – um nicht mehr und nicht weniger.
Katja Fischer
