PRESSEMITTEILUNG | 20.7.2017

Thüringer Kunst in Thesen und Antithesen

Im Jahr des Reformationsjubiläums zeigt die Jahresausstellung des Verbandes Bildender Künstler Thüringen e.V. (VBKTh) Kunst in Thesen und Antithesen, in Gegensätzen und Gegenüberstellungen. 62 künstlerische Positionen beschreiben die Funktion dieser grundlegenden Denkfigur in der europäischen Geistesgeschichte und in der Gegenwartskunst. Bildlich und anschaulich äußern sich Thüringer Künstlerinnen und Künstler zu Macht, Wirkung und Herausforderung des Widersprüchlichen. Malereien und Grafiken, Fotografien und Skulpturen sowie Installationen beleuchten vielfältig und mit ganz unterschiedlichen Methoden das Aufeinandertreffen von Kontrasten und Gegenpolen.

Das Schema von These und Antithese, von Bild und Gegenbild hatte besonders den Reformatoren des 16. Jahrhunderts – im Wort ebenso wie im Bild – als anschauliches didaktisches Mittel zur theologischen Unterweisung gedient. Auch heute benennen es viele Künstlerinnen und Künstler als zentrales Prinzip ihrer Arbeit und als unentbehrliche Kraftquelle: Bildnerische Kompositionen leben vom Dialog zwischen Farbe und Form und aus Reibungsenergie wird schöpferische Leistung abgeleitet. Auch inhaltlich verwandelt sich Gegensätzliches in Spannung oder Dialoge. Letztendlich geht es immer um das Aufdecken und Auswerten von Bruchlinien in Natur und Kultur, in Welt und Gesellschaft.

THESE – ANTITHESE wird nacheinander an drei Ausstellungsorten in Thüringen zu Gast sein: in der Galerie Waidspeicher in Erfurt, im KunstForum Gotha und im Museum Schloss Burgk. Jedes Haus empfängt die Schau mit seinem charakteristischen Rahmen, dem ihr Zuschnitt sowie das Rahmenprogramm jeweils neu entsprechen werden. In Erfurt gibt es verschiedene Führungen, Künstler- und Werkstattgespräche, Diskussionsrunden sowie einen Vortrag. Anfragen zu individuellen Führungen sowie zu Veranstaltungen für Schülergruppen sind willkommen.

Die Ausstellung ist ein Projekt des Verbandes Bildender Künstler Thüringen e.V. in Zusammenarbeit mit der Thüringer Staatskanzlei und der ART-regio Kunstförderung der SV SparkassenVersicherung im Rahmen der Themenreihe „Wert der Kreativität“. Die Künstlerinnen und Künstler erhalten – alles andere als selbstverständlich – für ihren Aufwand im Rahmen der Ausstellung ein Ausstellungshonorar.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

VERNISSAGE
Samstag, 22. Juli 2017 um 19 Uhr
mit Nasty Stylistix, Erfurt | Breakdance Performance

GRUSSWORT
Dr. Tobias J. Knoblich,
Kulturdirektor der Stadt Erfurt

EINFÜHRUNG
Dr. Angelika Steinmetz-Oppelland
Kuratorin

Pressemitteilung | 21. März 2016

Kunst fördern und fordern – Mäzene damals und heute

In Zusammenarbeit mit dem KunstForum Gotha beginnt am 29. April eine Begleitschau zur Landesausstellung „Die Ernestiner – Eine Dynastie prägt Europa.“

Die Thüringer Landesausstellung „Die Ernestiner – Eine Dynastie prägt Europa“ in Gotha und Weimar widmet sich dem kulturellen Wirken einer gesamten Herrscherfamilie. Dank ihrer Unterstützung wurde der Aufbau musealer Sammlungen vorangebracht und die Arbeit von Bildhauern und Malern maßgeblich beeinflusst.

Fast zeitgleich zur Landesaustellung findet im KunstForum Gotha eine Ausstellung statt, die die Aspekte von Kunstförderung in der heutigen Zeit ins Auge fasst. Unter dem Thema „Künstler, Mäzene, Sponsoren – Die Kunst und ihre Förderer“ konnten sich Bildende Künstlerinnen und Künstler aus Thüringen bewerben. Die von einer Fachjury ausgewählten Exponate sind ab dem 29. April im KunstForum Gotha zu sehen. Sämtliche Werke befassen sich auf vielschichtige Weise mit dem Thema der Abhängigkeit und somit auch der Freiheit eines Künstlers unter dem Einfluss heutiger Mäzene und Sponsoren.

Die Ausstellung gehört zur Projektreihe „Wert der Kreativität“ des Verbandes Bildender Künstler Thüringen e.V., die seit 2012 von der Thüringer Staatskanzlei gefördert wird.

Zu sehen ist die Ausstellung, die ungewöhnliche und anregende Beiträge aus allen bildnerischen Sparten zwischen Tafelbild und Performance beinhaltet, die Bilder, Plastiken, Schmuck und viele weitere Formen der künstlerischen Arbeit umfasst, vom 29. April bis zum 2. September von Dienstag – Sonntag 10-17 Uhr, im KunstForum Gotha, Westthüringen-Center, Querstraße 13-15, 99867 Gotha. Alle Infos auch auf www.kunstforum-gotha.de.

Eintrittspreise: Erwachsene: 4,00€, Ermäßigt: 3,00€, Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt.

Pressegespräch: 26. April 2016, 10 Uhr
Am 26. April 2016 findet um 10 Uhr ein Pressegespräch in der Ausstellung im KunstForum Gotha statt.

Pressetext 22.10.2015

Projektschau KUNST BEWEGT THÜRINGEN

25. Oktober bis 6. Dezember 2015 in der Galerie Waidspeicher im Kulturhof zum Güldenen Krönbacken in Erfurt

Der Verband Bildender Künstler Thüringen e.V. (VBKTh) zeigt, wie Kunst in Thüringen die Dinge ins Rollen bringen kann. Sieben Einzelprojekte unter einem vom VBKTh ausgespannten Schirm – das ist das Ergebnis eines Aufrufs nicht nur an die Mitglieder, sondern ausdrücklich an alle Thüringer Künstlerinnen und Künstler. Gesucht wurden Projekte, die zeigen, was Bildende Kunst bewegen kann, welche Anstöße sie gibt und wie sie im Lebensumfeld der Künstlerin oder des Künstlers wirkt.

Die Dokumentation dieser Aktionen, die sich über ganz Thüringen verteilten, wird in der Mitgliederausstellung des VBKTh in der Galerie Waidspeicher im Kulturhof zum Güldenen Krönbacken in Erfurt vom 25. Oktober bis 6. Dezember 2015 vorgestellt.

Die Beiträge sind vielfältig wie die Künstlerpersönlichkeiten und haben doch eins gemeinsam: Alle haben in ihr Umfeld eingegriffen, um künstlerische Aktion dort sichtbar zu machen, wo sie nicht unbedingt zum Alltag gehört.

Die Ausstellung stellt vor, wie im Schwarzatal buchstäblich eine Kugel ins Rollen gebracht wurde, um einen Dialog über die Frage „Wie wollen wir morgen leben?“ anzustoßen. Sie zeigt eine Installation, die drastisch das Nebeneinander von Tourismus und Flüchtlingselend im Mittelmeer vor Augen führt. Die Wirkung von Kunst in mittelständischen Unternehmen untersuchte das Projekt „ChefBild“. Das renommierte Erfurter Schmucksymposium stellt sich und seine Perspektiven öffentlich zur Diskussion.

Alle Projekte setzten vor Ort auf Dialog und Teilhabe von Kooperationspartnern und Öffentlichkeit an der künstlerischen Aktion. Eine Künstlergruppe tat sich in Bollstedt bei Mühlhausen mit einer Agrarkooperative zusammen, um einen dem Verfall preisgegebenen ehemaligen Bahnhof zu einer Kunst- und Begegnungsstation zu entwickeln. In Gera wurde auf Informationsmonitoren in den Straßenbahnen die lokale Kunstszene mit Bildcollagen in das alltägliche Leben hineingeblendet und in Erfurt schufen Grundschüler gemeinsam einen riesigen Schwarm aus tausenden Origami-Schmetterlingen, Symbole für das Hinausschicken von Gedanken in die Welt. Überall entstanden im Miteinander von Künstlern und Partnern, die weit mehr waren als nur ein passives Publikum, neue Erfahrungen und Perspektiven. In der Ausstellung im Güldenen Krönbacken kann jeder Besucher sich ein Bild von dieser Wirkung von Kunst und ihren Folgen machen.

Das Projekt ist ein neues Format in der Reihe WERT DER KREATIVITÄT. Schon seit Jahren setzt sich der VBKTh mit verschiedenen Programmen und Ausstellungen dafür ein, das gesellschaftliche Bewusstsein für den Wert künstlerischer Arbeit zu stärken. Partner und Förderer des VBKTh war wieder, wie schon bei allen vorherigen Ausstellungen der Reihe WERT DER KREATIVITÄT, die Thüringer Staatskanzlei beziehungsweise ihre Vorgängerinstitutionen. Deren Unterstützung machte es auch möglich, dass den Künstlerinnen und Künstlern für ihre Konzepte und die Durchführung der Projekte Honorare ausgezahlt werden konnten – nach wie vor alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Doch schöpferische Arbeit hat eben auch, wie KUNST BEWEGT THÜRINGEN zeigt, nicht nur einen ideellen, sondern auch einen praktischen und materiellen Wert.

Kunst bewegt Thüringen
Jubiläumsausstellung und Projektschau
25.10. bis 6.12.2015
in der Galerie Waidspeicher im Kulturhof zum Güldenen Krönbacken
Michaelisstraße 10, 99084 Erfurt, www.galerie-waidspeicher.de

Vernissage: Samstag, 24.10.2015 um 19 Uhr
Begrüßung: Susanne Knorr, Kuratorin Kunstmuseen Erfurt
Grußwort: Tobias J. Knoblich, Kulturdirektor der Landeshauptstadt Erfurt
Einführung: Klaus Nerlich, Sprecher des Verbandes

Pressegespräch: 22.10.2015 um 11 Uhr

Pressetext 19. Oktober 2015

Kunst bewegt Thüringen - Projektschau

25. Oktober bis 6. Dezember in der Galerie Waidspeicher im Kulturhof zum Güldenen Krönbacken in Erfurt

Pressegespräch 22. Oktober um 11 Uhr vor Ort
Vernissage 24. Oktober um 19 Uhr

Der Verband Bildender Künstler Thüringen e.V. (VBKTh) wollte zeigen, wie Kunst in Thüringen die Dinge ins Rollen bringen kann. Sieben Einzelprojekte unter einem vom VBKTh ausgespannten Schirm - das war das Ergebnis eines Aufrufs nicht nur an die Mitglieder, sondern ausdrücklich an alle Thüringer Künstlerinnen und Künstler. Gesucht wurden Projekte, die zeigen, was Bildende Kunst bewegen kann, welche Anstöße sie gibt und wie sie im Lebensumfeld der Künstlerin oder des Künstlers wirkt.

Die Dokumentation dieser Aktionen, die sich über ganz Thüringen verteilten, wird in der Mitgliederausstellung des VBKTh in der Galerie Waidspeicher im Kulturhof zum Güldenen Krönbacken in Erfurt vom 25. Oktober bis 6. Dezember 2015 vorgestellt.

Die Beiträge sind vielfältig wie die Künstlerpersönlichkeiten und haben doch eins gemeinsam: Alle haben in ihr Umfeld eingegriffen, um künstlerische Aktion dort sichtbar zu machen, wo sie nicht unbedingt zum Alltag gehört.

Die Ausstellung stellt vor, wie im Schwarzatal buchstäblich eine Kugel ins Rollen gebracht wurde, um einen Dialog über die Frage „Wie wollen wir morgen leben?“ anzustoßen. Sie zeigt eine Installation, die drastisch das Nebeneinander von Tourismus und Flüchtlingselend im Mittelmeer vor Augen führt. Die Wirkung von Kunst in mittelständischen Unternehmen untersuchte das Projekt „ChefBild“. Das renommierte Erfurter Schmucksymposium stellt sich und seine Perspektiven öffentlich zur Diskussion.

Alle Projekte setzten vor Ort auf Dialog und Teilhabe von Kooperationspartnern und Öffentlichkeit an der künstlerischen Aktion. Eine Künstlergruppe tat sich in Bollstedt bei Mühlhausen mit einer Agrarkooperative zusammen, um einen dem Verfall preisgegebenen ehemaligen Bahnhof zu einer Kunst- und Begegnungsstation zu entwickeln. In Gera wurde auf Informationsmonitoren in den Straßenbahnen die lokale Kunstszene mit Bildcollagen in das alltägliche Leben hineineingeblendet und in Erfurt schufen Grundschüler gemeinsam einen riesigen Schwarm aus tausenden Origami-Schmetterlingen, Symbole für das Hinausschicken von Gedanken in die Welt. Überall entstanden im Miteinander von Künstlern und Partnern, die weit mehr waren als nur ein passives Publikum, neue Erfahrungen und Perspektiven. In der Ausstellung im Güldenen Krönbacken kann jeder Besucher sich ein Bild von dieser Wirkung von Kunst und ihren Folgen machen.

Das Projekt ist ein neues Format in der Reihe WERT DER KREATIVITÄT. Schon seit Jahren setzt sich der VBKTh mit verschiedenen Programmen und Ausstellungen dafür ein, das gesellschaftliche Bewusstsein für den Wert künstlerischer Arbeit zu stärken. Partner und Förderer des VBKTh war wieder, wie schon bei allen vorherigen Ausstellungen der Reihe WERT DER KREATIVITÄT, die Thüringer Staatskanzlei beziehungsweise ihre Vorgängerinstitutionen. Deren Unterstützung machte es auch möglich, dass den Künstlerinnen und Künstlern für ihre Konzepte und die Durchführung der Projekte Honorare ausgezahlt werden konnten – nach wie vor alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Doch schöpferische Arbeit hat eben auch, wie KUNST BEWEGT THÜRINGEN zeigt, nicht nur einen ideellen, sondern auch einen praktischen und materiellen Wert.


Die Themenreihe WERT DER KREATIVITÄT ist ein Projekt des Verbandes Bildender Künstler Thüringen unterstützt durch die Thüringer Staatskanzlei  ·  Impressum