KÖPFE, 2010, 2013, 2014
aus einer Folge von 25 Arbeiten, 2009–2014
Grafit auf Bütten
je 56 × 76 cm

1991, vor knapp dreißig Jahren, fing ich an, mich intensiv mit dem Thema „Kopf“ zu beschäftigen. Es entstand eine erste Folge von etwa zwanzig Blättern. Die Auseinandersetzung war eine Reaktion auf die damaligen gesellschaftlichen Gegebenheiten. Es ging mir um Aus- und Aufbruch aus Einengung, Erstarrung und Bevormundung.

Knapp zwanzig Jahre später, im Jahr 2009, griff ich das Motiv erneut auf. Die neuen Einengungen, die ich einerseits fühlte, und andererseits die weltweite Maßlosigkeit der Wachstumsbesessenen, die sich als „Heilsbringer“ stilisieren, führten zu stark farbigen, aggressiv und zerstörerisch anmutenden Bildfindungen.

Seitdem lässt mich das Thema „Kopf“ nicht los. Bis heute zieht es sich dauerhaft durch mein Werk. Die künstlerische Beschäftigung reizt und fordert mich nach längeren oder kürzeren Pausen immer wieder aufs Neue.

Über die Jahre habe ich formal nach starker Vereinfachung und Einprägsamkeit gesucht. Alle Gedanken und Emotionen konzentrieren sich in diesem einen Körperteil. Am Ende habe ich ein Zeichen, ein Symbol für den Kopf gefunden, das immer variabel einsetzbar ist.

Die Themenreihe WERT DER KREATIVITÄT ist ein Projekt des Verbandes Bildender Künstler Thüringen unterstützt durch die Thüringer Staatskanzlei  ·  Seitenanfang Impressum Datenschutz