Waltraud Ehrlich-Schmidt

Jena-Closewitz
r.ehrlich-schmidt@gmx.de

Malerei, Grafik
Mitglied im Verband Bildender Künstler Thüringen

MEDEA UND JASON
Öl auf Papier über Leinwand, je 80 × 60 cm, 2014

Die mythische Figur der Medea aus Kolchis, stolz und selbstbewusst, hilft Jason, der über das Meer kam, um das Goldene Vlies zu rauben. Als dessen Ehefrau zieht sie mit ihm in seine Heimat, bleibt dort aber immer die Fremde, Geheimnisvolle, deren Sitten und Bräuche beargwöhnt werden. Sie erfährt schließlich Abneigung und Ächtung. Ihr Mann Jason wendet sich der jüngeren liebreizenden Glauke zu. Die Verbindung mit ihr schafft ihm gesellschaftliche und politische Vorteile. Medea nimmt Rache an ihm: Ihre Kinder aus der Ehe mit Jason tötet sie, Glauke verbrennt in einem mit Medeas Zauber belegten Hochzeitsgewand.

Medea und Glauke verstehe ich als Gegenpole im Ringen und in ihrem Charakter, wie ihn der Mythos beschreibt. Medea gilt als das Böse schlechthin, ungeachtet der Schmach, die ihr von Jason angetan wurde. Glauke, eher naiv, jung und liebreizend, wird das unschuldige Opfer.

Die Themenreihe WERT DER KREATIVITÄT ist ein Projekt des Verbandes Bildender Künstler Thüringen unterstützt durch die Thüringer Staatskanzlei  ·  Impressum